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Ausübung Heilkunde, Erlaubnis (Heilpraktikererlaubnis)

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Allgemeine Beschreibung

Heilpraktikerin oder Heilpraktiker ist, wer die Heilkunde, ohne als Arzt bestallt zu sein, berufsmäßig ausübt. Ausübung der Heilkunde ist jede berufs- oder gewerbsmäßig vorgenommene Tätigkeit zur Feststellung, Heilung oder Linderung von Krankheiten, Leiden oder Körperschäden bei Menschen, auch wenn sie im Dienste von anderen ausgeübt wird. Wenn Sie als Heilpraktikerin/Heilpraktiker zur Ausübung der Heilkunde tätig werden wollen, benötigen Sie eine Erlaubnis. 

Zuständige Behörden

Der Antrag auf Zulassung zum/zur Heilpraktiker/-in ist beim Ordnungsamt der für Sie zuständigen Kreis- bzw. Stadtverwaltung (untere Verwaltungsbehörde) zu stellen. Diese leitet für Sie den Antrag zur landesweit zuständigen Überprüfungsbehörde, der Kreisverwaltung Mainz-Bingen, Abteilung Gesundheitswesen, weiter. Diese ist auch Ansprechpartner für alle Fragen zur Durchführung der Überprüfungen (z.B. Terminvergabe).

Notwendige Unterlagen

Zur Anmeldung der Heilpraktikerüberprüfung benötigen Sie folgende Unterlagen:
  •  Formloser Antrag (soweit bereits bekannt mit der Angabe des beabsichtigten späteren Niederlassungsortes)
  •  Geburtsurkunde
  •  Vorlage des Bundespersonalausweises (beglaubigte Kopie)
  •  letztes Schulabschlußzeugnis (beglaubigte Kopie)
  •  Polizeiliches Führungszeugnis
  •  Lebenslauf
  •  Meldebestätigung des zuständigen Einwohnermeldeamtes
  •  Nachweis über evtl. bisherige Ausbildung zum Heilpraktiker
  •  ärztliches Gesundheitszeugnis (Hausarzt oder Amtsarzt)
  •  Bei einem der Antragstellung vorausgegangenen Wohnsitzwechsel: Anfrage an bisherige Erlaubnisbehörde nach dem HPG, ob Kenntnisse vorliegen oder Akten vorhanden sind (auch bei Zweitwohnsitz)

Kosten

Landesverordnung über die Gebühren der Gesundheitsverwaltung

1.14 Schriftliche und mündliche Kenntnisprüfung von Heilpraktikeranwärterinnen und Heilpraktikeranwärtern – auch in eingeschränkter Form – sowie Überprüfung nach Aktenlage nach § 2 Abs. 1 Buchst. i der Ersten Durchführungsverordnung zum Heilpraktikergesetz vom 18. Februar 1939 (RGBl. I S. 259) in der jeweils geltenden Fassung: 365,-- Euro

1.15 Schriftliche Kenntnisüberprüfung von Heilpraktikeranwärterinnen und Heilpraktikeranwärtern – auch in eingeschränkter Form – nach § 2 Abs. 1 Buchst. i der Ersten Durchführungsverordnung zum Heilpraktikergesetz: 150,-- Euro

1.16 Mündliche Kenntnisüberprüfung von Heilpraktikeranwärterinnen und Heilpraktikeranwärtern – auch in eingeschränkter Form – nach § 2 Abs. 1 Buchst. i der Ersten Durchführungsverordnung zum Heilpraktikergesetz: 215,-- Euro

Anmerkung zu lfd. Nr. 1.14 und 1.16: Entschädigungen für Beisitzerinnen und Beisitzer im Rahmen der mündlichen Kenntnisüberprüfung werden als Auslagen zusätzlich berechnet.

1.17 Kenntnisüberprüfung nach Aktenlage von Heilpraktikeranwärterinnen und Heilpraktikeranwärtern – auch in eingeschränkter Form – nach § 2 Abs. 1 Buchst. i der Ersten Durchführungsverordnung zum Heilpraktikergesetz: 50,-- bis 150,-- Euro

1.18 Verschieben eines festgesetzten schriftlichen oder mündlichen Kenntnisüberprüfungstermins auf Antrag – ärztliches Attest – der Heilpraktikeranwärterin oder Heilpraktikeranwärters: 25,-- Euro

1.19 Erteilung der Erlaufnis zur Ausübung der Tätigkeit als Heilpraktikerin oder Heilpraktiker (Heilpraktikererlaubnis) – auch in eingeschränkter Form - : 140,-- Euro

1.20 Rücknahme oder Widerruf einer Heilpraktikererlaubnis: nach Zeitaufwand

Rechtliche Grundlagen

Fristdauer

Die Kenntnisüberprüfungen finden an festgelegten Prüfungsterminen statt. Der 3. Mittwoch im März und der 2. Mittwoch im Oktober mit dem ersten, schriftlichen Teil der Überprüfung. Circa 2 Wochen später beginnen die mündlichen Überprüfungen für diejenigen, welche den schriftlichen Teil bestanden haben. Bewerbungsfrist ist der 31.Dezember. für die Märzprüfung und der 30.Juni für die Oktoberprüfung (Eingang der Unterlagen in Mainz!).

Voraussetzungen

  •  Sie müssen das 25. Lebensjahr vollendet haben,
  •  in gesundheitlicher Hinsicht zur Ausübung des Berufs geeignet sein,
  •  und Sie müssen bei der Überprüfung Ihrer Kenntnisse und Fähigkeiten durch das Gesundheitsamt nachweisen, dass die Ausübung der Heilkunde durch Sie keine Gefahr für die menschliche Gesundheit bedeutet.

Die Erlaubnis berechtigt Sie, die Berufsbezeichnung „Heilpraktikerin“ beziehungsweise „Heilpraktiker“ zu führen. 

Quellverweis Detaillierte Lebenslage ENDE
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