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Fahrerlaubnis: Umtausch in einen EU-Führerschein (Kartenführerschein)

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Allgemeine Beschreibung

Seit dem 1. Januar 1999 gilt in Deutschland ein in vielen Einzelheiten geändertes Fahrerlaubnisrecht. Unter anderem ist hierin die Einführung des europaweit einheitlichen Kartenführerscheins mit völlig neuen Klasseneinteilungen und höheren Mindestanforderungen für die Prüfung geregelt.

Inhabern alter Führerscheine wird empfohlen, diesen in einen EU-Kartenführerschein umzutauschen. Sofern nicht Lastkraftwagen mit einer zulässigen Gesamtmasse von 7,5 t oder mehr oder Kraftomnibusse geführt werden, bleibt der alte Führerschein längstens bis 19.01.2033  gültig.

Von diesem Grundsatz ausgenommen sind lediglich die Berechtigungen zum Führen von Lastkraftwagen der alten Klassen 2 und 3. Bei der Klasse 3 gilt dies nur bezüglich der besonderen Zugkombinationen bis zu einem zulässigen Gesamtgewicht (zGG) von 18,5 t. Führerscheine dieser Klassen müssen Sie spätestens im Alter von 50 Jahren unter Nachweis der Kraftfahreignung auf den Kartenführerschein umstellen lassen. Der Umtausch ist außerdem für die Fahrerlaubnisklassen C und D erforderlich, wenn die Fahrerlaubnis für berufliche Zwecke verwendet wird. Es ist dann der Eintrag einer Schlüsselzahl 95 (Berufskraftfahrerqualifikation notwendig) erforderlich.

Soweit eine Fahrerlaubnis zur Fahrgastbeförderung oder ein Internationaler Führerschein benötigt werden, ist der Umtausch zwingend erforderlich.

Ab dem 19. Januar 2013 ausgestellte Kartenführerscheine sind auf 15 Jahre befristet. Die Befristung betrifft jedoch nur das Führerscheindokument. Dies muss alle 15 Jahre erneuert werden. Regelmäßige ärztliche Untersuchungen oder sonstige Prüfungen sind mit dem Dokumententausch nicht verbunden.

Gegenüberstellung Klassen:

In welche neuen Klassen Ihr bisheriger Führerschein umgeschrieben wird, richtet sich nach Anlage 3 der Fahrerlaubnis-Verordnung (FeV).

Zuständige Behörden

Wenden Sie sich an die Führerscheinstelle Ihres Landkreises bzw. Ihrer kreisfreien Stadt (Hauptwohnsitz). Zuständige Behörde ist die Kreisverwaltung, in großen kreisangehörigen oder kreisfreien Städten die Stadtverwaltung.

Notwendige Unterlagen

  • Lichtbildausweis (Personalausweis oder Reisepass mit Meldebestätigung)
  • ausländische Staatsangehörige benötigen ein gültiges Ausweisdokument mit aktueller Meldebestätigung
  • jetziger Führerschein
  • Lichtbild, das den Bestimmungen der Passverordnung entspricht
  • Auszug aus dem örtlichen Fahrerlaubnisregister  ("Karteikartenabschrift"), sofern der Führerschein nicht im Geltungsbereich der zuständigen Behörde ausgestellt wurde
  • bei dem Umtausch wegen der Verlängerung einer Lastkraftwagenfahrberechtigung die bei der Klasse 3 enthalten ist (besondere Zugkombinationen bis zu einem zulässigen Gesamtgewicht (zGG) von 18,5 t) oder der Klasse 2 vorgenommen wird:
    • zusätzlich Nachweis über die körperliche Eignung
    • Nachweis über das Sehvermögen

Kosten

Gebühr: 1,00 EUR
Gebührennummer 126.2 - Erfassung beim Kraftfahrtbundesamt

Gebühr: 23,00 EUR
Gebührennummer 202.5 - Umstellung einer Fahrerlaubnis alten Rechts

Die Gebühren legt die Fahrerlaubnisbehörde nach der Gebührenordnung für Maßnahmen im Straßenverkehr (GebOSt) fest.

Formulare

Der Antrag ist persönlich  zu stellen.

Rechtliche Grundlagen

Vorschriften der Fahrerlaubnisverordnung (FeV) und die Gebührenordnung für Maßnahmen im Straßenverkehr (GebOSt).

Fristdauer

Bei Inhabern einer alten Fahrerlaubnis der Klasse 2 ist die Fahrerlaubnis nach neuem Recht nur bis zur Vollendung des 50. Lebensjahres gültig. Der Kartenführerschein sollte mindestens 4 Wochen vorher beantragt sein, damit  das Weiterbestehen der betreffenden Fahrberechtigung gesichert ist.

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