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Allgemeine Beschreibung

Die Integrierte Gesamtschule wurde durch das Achte Änderungsgesetz zum Schulgesetz vom 17. März 1992 als Regelschule in Rheinland-Pfalz eingeführt.

Ziele und Abschlüsse
In der IGS werden die einzelnen Klassen aus Kindern unterschiedlicher Herkunft, Begabung und Neigung gebildet. Dadurch wird gemeinsames Lernen über die Grundschulzeit hinaus bis zur 9. bzw. 10. Klassenstufe möglich. Eine Versetzung findet erstmals von Klassenstufe 9 nach Klassenstufe 10 statt. Ziel der Gesamtschule ist es, die Schülerinnen und Schüler zu befähigen, erfolgreich einen der folgenden Abschlüsse, die denen des gegliederten Schulsystems entsprechen, zu erreichen:

  • die Berufsreife (Hauptschulabschluss) nach Klasse 9
  • den Qualifizierten Sekundarabschluss I (Realschulabschluss) nach Klasse 10
  • den schulischen Teil der Fachhochschulreife und
  • die Allgemeine Hochschulreife.

Strukturen
Die mittlerweile flächendeckend ausgebauten Integrierten Gesamtschulen in Rheinland-Pfalz sind überwiegend vierzügige Schulen der Klassenstufen 5 – 10 und münden in der Regel in eine Gymnasiale Oberstufe.

Unterrichtsfächer und Fachbereiche der IGS in Rheinland-Pfalz
In den Klassenstufen 5 und 6 werden zur besseren Förderung der unterschiedlich leistungsfähigen Schülerinnen und Schüler in einigen Unterrichtsstunden der Fächer Deutsch, Englisch und Mathematik kleinere Lerngruppen gebildet.

Unterrichtsfächer und Fachbereiche der Integrierten Gesamtschule

1. Pflichtbereich:

  • Religion / Ethik
  • Deutsch
  • Englisch
  • Mathematik
  • Gesellschaftslehre
  • Naturwissenschaften: Biologie, Physik, Chemie
  • Musik, Bildende Kunst
  • Sport
  • Klassenleiterstunde

2. Wahlpflichtbereich:

  • 2. Fremdsprache: Französisch oder Latein
  • Bildungsgangübergreifende Wahlpflichtfächer aus den Themenfeldern: Arbeit und Wirtschaft, Naturwissenschaft und Technik, Handwerk und Künste, Gesundheit und Sport

3. Wahlfreier Bereich:

  • 3. Fremdsprache
  • andere Wahlfächer, z.B. Chor/Orchester, Sport, Arbeitsgemeinschaften
  • Förderunterricht

Ab Klassenstufe 6 setzen die Schülerinnen und Schüler entsprechend ihrer Neigung und ihrer Begabung im Wahlpflichtbereich aus einem breiten Angebot ihren eigenen Schwerpunkt. Die Schülerinnen und Schüler wählen ein Fach, das sie in der Regel bis zum Schulabschlussende in der Sekundarstufe beibehalten.
Den unterschiedlichen Leistungsständen (Begabungen, Leistungsfähigkeit und Leistungsbereitschaft) wird durch eine Leistungsdifferenzierung auf mindestens zwei Anforderungsebenen in einzelnen Fächern (Englisch, Mathematik, Deutsch und später Chemie und Physik, möglicherweise auch Biologie) Rechnung getragen. Damit ist jedoch noch keine endgültige Entscheidung über den Schulabschluss getroffen.
In den Fächern Gesellschaftslehre, Musik, Bildende Kunst und Sport sowie Religion oder Ethik werden die Schülerinnen und Schüler auch weiterhin gemeinsam unterrichtet.

Die gymnasialen Oberstufen der Gesamtschulen sind zum Teil als „Profil-Oberstufen“ organisiert oder setzen auf andere Weise Schwerpunkte. Für Schülerinnen und Schüler ohne eine 2. Fremdsprache bieten alle integrierten Gesamtschulen in der Jahrgangsstufe 11 Anfangsunterricht in Französisch oder Latein an.

Aufnahmebedingungen

  • Erfolgreicher Besuch der Grundschule
  • Geregeltes Auswahlverfahren (nach Leistungsgruppen gewichtetes Losverfahren), wenn die Zahl der Anmeldungen die der möglichen Aufnahmen übersteigt

Neben den Integrierten Gesamtschulen gibt es auch einige Kooperative Gesamtschulen, die mit den eigenständigen Schularten Realschule plus und Gymnasium die pädagogischen Aufgaben eines Schulzentrums in einem besonderen organisatorischen Verbund erfüllen.

Zuständige Behörden

Bitte wenden Sie sich an das für Bildung zuständige Ministerium.

Ergänzungen

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Homepage des für Bildung zuständigen Ministeriums.


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