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An wen muss ich mich wenden?

Beantragen können Sie das Kindergeld bei der örtlich zuständigen Familienkasse der Agentur für Arbeit, als Angehörige oder Angehöriger des öffentlichen Dienstes bei Ihrem Dienstherrn.

Anträge / Formulare

Das Kindergeld muss schriftlich beantragt werden.



Links:

Leistungsbeschreibung

Kindergeld erhalten Sie ab der Geburt bis (mindestens) zur Vollendung des 18. Lebensjahres Ihres Kindes.

Kindergeld erhält, wer seinen Wohnsitz in Deutschland hat. Einschränkungen gelten für nicht freizügigkeitsberechtigte Ausländer. Besonderheiten gelten außerdem für in Deutschland unbeschränkt Einkommensteuerpflichtige ohne Wohnsitz in Deutschland. Auskünfte hierzu erteilt Ihnen die zuständige Stelle.

Für volljährige Kinder erhalten Sie Kindergeld:

  • bis zur Vollendung des 21. Lebensjahres, wenn das Kind arbeitslos ist und als arbeitssuchend gemeldet ist,
  • bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres, wenn
    • sich das Kind in der Ausbildung (Schul-, Berufsausbildung oder Studium) befindet, ein freiwilliges soziales Jahr oder ein freiwilliges ökologisches Jahr im Sinne des Jugendfreiwilligengesetzes, einen Freiwilligendienst im Rahmen des Programms „Jugend in Aktion“ des Europäischen Parlaments, einen anderen Dienst im Ausland im Sinne von § 5 des Bundesfreiwilligendienstgesetzes, oder einen entwicklungspolitischen Freiwilligendienst „weltwärts“, einen Freiwilligendienst aller Generationen, einen Internationalen Freiwilligendienst oder einen Bundesfreiwilligendienst leistet,
    • sich in einer Übergangszeit von höchstens vier Monaten zwischen den oben genannten Tätigkeiten, Ausbildungsabschnitten oder der Ableistung des gesetzlichen Wehr- oder Zivildienstes befindet, oder
    • wenn das Kind wegen körperlicher, geistiger oder seelischer Behinderung außer Stande ist, sich selbst zu unterhalten.
  • Für ein behindertes Kind wird weiter Kindergeld über das 25. Lebensjahr hinaus ohne Altersgrenze gezahlt, vorausgesetzt die Behinderung lag schon vor Vollendung des 25. Lebensjahres vor.

Für ein Kind, das das 18. Lebensjahr vollendet hat, wird Kindergeld nach Abschluss einer erstmaligen Berufsausbildung und eines Erststudiums nur dann gezahlt, wenn das Kind keiner Erwerbstätigkeit nachgeht, die mehr als 20 Stunden regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit erfordert. Die Zahlung des Kindergeldes ist nicht vom Einkommen des Kindergeldberechtigten abhängig.

Kindergeld wird monatlich in folgender Höhe gezahlt:

  • für das erste und zweite Kinder jeweils 192 Euro (ab 2018: 194 Euro),
  • für das dritte Kind 198 Euro (ab 2018: 200 Euro),
  • ab dem vierten Kind 223 Euro (ab 2018: 225 Euro).

Rechtsgrundlage

Links:

Verfahrensablauf

Antrag auf Kindergeld bei der Familienkasse.

Voraussetzungen

  • Wohnsitz des Elternteils in Deutschland (Einschränkungen gelten für nicht freizügigkeitsberechtigte Ausländer. Besonderheiten gelten außerdem für in Deutschland unbeschränkt Einkommensteuerpflichtige ohne Wohnsitz in Deutschland)
  • Kind oder Pflegekind
  • volljährige Kinder,
    • bis zur Vollendung des 21. Lebensjahres, wenn das Kind arbeitslos ist und als arbeitssuchend gemeldet ist,
    • bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres, wenn
      • sich das Kind in der Ausbildung (Schul-, Berufsausbildung oder Studium) befindet, ein freiwilliges soziales Jahr oder ein freiwilliges ökologisches Jahr im Sinne des Jugendfreiwilligendienstegesetzes oder einen Freiwilligendienst im Sinne der Verordnung (EU) Nr. 1288/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 11. Dezember 2013 zur Einrichtung von „Erasmus+“, dem Programm der Union für allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport, und zur Aufhebung der Beschlüsse Nr. 1719/2006/EG, Nr. 1720/2006/EG und Nr. 1298/2008/EG (ABl. L 347 vom 20.12.2013, S. 50) oder einen anderen Dienst im Ausland im Sinne von § 5 des Bundesfreiwilligendienstgesetzes oder einen entwicklungspolitischen Freiwilligendienst „weltwärts“ im Sinne der Richtlinie des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung vom 1. August 2007 (BAnz. 2008 S. 1297) oder einen Freiwilligendienst aller Generationen im Sinne von § 2 Absatz 1a des Siebten Buches Sozialgesetzbuch oder einen Internationalen Jugendfreiwilligendienst im Sinne der Richtlinie des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend vom 20. Dezember 2010 (GMBl S. 1778) oder einen Bundesfreiwilligendienst im Sinne des Bundesfreiwilligendienstgesetzes leistet oder
      • sich in einer Übergangszeit von höchstens vier Monaten zwischen den oben genannten Tätigkeiten, Ausbildungsabschnitten oder der Ableistung des gesetzlichen Wehr- oder Zivildienstes befindet, oder
    • wenn das Kind wegen körperlicher, geistiger oder seelischer Behinderung außer Stande ist, sich selbst zu unterhalten.
    • Für ein behindertes Kind wird weiter Kindergeld über das 25. Lebensjahr hinaus ohne Altersgrenze gezahlt, vorausgesetzt die Behinderung lag schon vor Vollendung des 25. Lebensjahres vor.
  • Für ein volljähriges Kind nach Abschluss einer erstmaligen Berufsausbildung und eines Erststudiums nur dann, wenn das Kind keiner Erwerbstätigkeit nachgeht, die mehr als 20 Stunden regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit erfordert.

Abgeleisteter Wehr- oder Zivildienst verlängert den Anspruchszeitraum über das 21. bzw. 25. Lebensjahr hinaus, für die Fälle o.g. der Arbeitslosigkeit, Berufsausbildung oder Übergangszeit. 

Was sollte ich noch wissen?

Das Kindergeld wird an die Person ausgezahlt, in deren Haushalt sich das Kind befindet. Lebt das Kind mit beiden Eltern zusammen, können diese bestimmen, wer von ihnen das Kindergeld erhalten soll.

Die zuständige Stelle prüft in bestimmten Abständen, ob die Voraussetzungen für den Kindergeldanspruch noch vorliegen und das Kindergeld in der richtigen Höhe gezahlt wird.

Welche Fristen muss ich beachten?

Der Anspruch auf Kindergeld kann nicht mehr geltend gemacht werden, wenn er verjährt ist. Der Kindergeldanspruch verjährt vier Jahre nach dem Kalenderjahr, in dem er entstanden ist.

Welche Gebühren fallen an?

Es fallen keine Gebühren an.

Welche Unterlagen werden benötigt?

Welche Unterlagen (z.B. Geburtsurkunde, Nachweis der Schul-/Berufsausbildung des Kindes, Schwerbehindertenausweis) dem Kindergeldantrag beizufügen sind, ist vom Einzelfall abhängig. Auskünfte hierzu erteilt Ihnen die zuständige Stelle.

Ab 2016 benötigen die Familienkassen außerdem die Steuer-Identifikationsnummer des Kindes. Nähere Informationen hierzu gibt das Bundeszentralamt für Steuern unter www.bzst.de.

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