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Allgemeine Beschreibung

Fakten zum Renteneintrittsalter

Seit 2012 steigt das Renteneintrittsalter stufenweise an. Bis zum Jahr 2029 erhöht sich somit die Regelaltersgrenze auf 67 Jahre. Alle ab 1964 Geborene müssen dann bis 67 arbeiten, bis sie Anspruch auf die gesetzliche Rente haben. Doch warum wird das Renteneintrittsalter angehoben und ist es möglich, trotzdem früher in Rente zu gehen?

Gründe für die Rente ab 67

Die gesetzliche Rentenversicherung basiert auf dem Umlageverfahren. Das heißt, dass derzeitige Beitragszahler durch ihre Beiträge an die gesetzliche Rentenversicherung für die Rentenzahlungen der jetzigen Rentenbezieher aufkommen. Doch durch den demografischen Wandel gibt es immer weniger rentenversicherte Erwerbstätige, die mehr Rentner und Rentnerinnen finanzieren müssen. Zudem steigt die Lebenserwartung der Deutschen. Vor etwa 50 Jahren wurde die Rente im Durchschnitt knapp 10 Jahre gezahlt, heute sind es bereits 18 Jahre. 2030 werden es nach Angaben der Bundesregierung 20 Jahre sein.

Beitragsstabilität und gesicherte Finanzierung der Rentenversicherung

Bei einem ehemaligen Renteneintrittsalter von 65 Jahren hätte die gesetzliche Rentenversicherung Probleme bekommen, für die Renten der Pensionäre aufzukommen. Es gäbe dafür schlichtweg nicht genügend Beitragszahlungen. Eine höhere Regelaltersgrenze bedeutet schließlich auch, dass Arbeitnehmer zwei Jahre länger in die Rentenversicherung zahlen. Zudem soll durch die Entscheidung zur Rente mit 67 der Beitragssatz für die gesetzliche Rentenversicherung stabil gehalten werden. Ein weiterer Grund ist die Tatsache, dass immer mehr Menschen durch längere Ausbildungszeiten später in das Berufsleben eintreten und daher später gesetzlich rentenversichert sind.

Früherer Renteneintritt möglich?

Für viele Verbraucher stellt sich die Frage: Werden genügend Jobs für ältere Arbeitnehmer geschaffen, sodass ein Arbeitsleben bis 67 Jahre möglich ist? Denn schon jetzt sind die wenigsten der über 60-Jährigen angestellt. Wer früher als mit 67 in Rente geht, muss Abschläge seiner Rentenzahlungen in Kauf nehmen. Die Rente verringert sich um 0,3 Prozent für jeden Monat vor dem regulären Rentenalter. Da der frühestmögliche Renteneintritt mit 63 Jahren möglich ist, ergibt sich ein maximaler Abzug von 14,4 Prozent.

Rente beziehen ohne Abzüge

Lediglich Arbeitnehmer, die 45 Jahre lang Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung gezahlt haben, können mit 65 Jahren ohne Abzüge in Rente gehen. Für Arbeitnehmer, die bis zur Regelaltersgrenze arbeiten, gibt es durch die längere Einzahlphase auch eine höhere Rente: Nach derzeitigem Stand sind es monatlich etwa 55 Euro im Westen bzw. rund 49 Euro im Osten mehr Rente.

Diskussionen um Rente mit 70

Experten sehen die Rente mit 67 nur als Zwischenlösung an. Denn angesichts der steigenden Lebenserwartung deutscher Bürgerinnen und Bürger und der sinkenden Geburtenrate wird eine weitere Anhebung des Renteneintrittsalters auf 70 Jahre immer wieder diskutiert. Nur so könne die Rente der derzeitigen jüngeren Beitragszahler finanziert werden.

Quelle: rente.com

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