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Allgemeine Beschreibung

Sterbefälle im Ausland können nachträglich in das deutsche Sterberegister eingetragen werden, wenn die oder der Verstorbene

  • die deutsche Staatsangehörigkeit besessen hat oder
  • asylberechtigt, staatenlos, heimatloser Ausländer oder heimatlose Ausländerin oder ausländischer Flüchtling war und sich gewöhnlich in Deutschland aufgehalten hat.

Zuständige Behörden

Wenden Sie sich an das Standesamt des letzten Wohnsitzes der oder des im Ausland Verstorbenen. Ergibt sich daraus keine Zuständigkeit, wenden Sie sich an das Standesamt des Wohnsitzes einer sonstigen antragsberechtigten Person. Ergibt sich auch danach keine Zuständigkeit, beurkundet das Standesamt I in Berlin den Sterbefall.

Notwendige Unterlagen

Auskünfte zu den erforderlichen Unterlagen für den Antrag auf Nachbeurkundung eines Sterbefalles im Ausland erfragen Sie bitte beim Standesamt. Regelmäßig werden benötigt:

  • gültiger Personalausweis oder Reisepass
  • ausländische Sterbeurkunde mit Übersetzung – gegebenenfalls mit Beglaubigungen
  • Nachweise des Familienstandes der oder des Verstorbenen (z.B. Eheurkunde, Scheidungsurteil)
  • Geburtsurkunde der oder des Verstorbenen
  • bei Eingebürgerten: zusätzlich Einbürgerungsurkunde
  • bei Asylberechtigten, Staatenlosen, heimatlosen Ausländern und Ausländerinnen sowie ausländischen Flüchtlingen: zusätzlich Nachweis des Sonderstatus.

Kosten

Die Nachbeurkundung eines Sterbefalles im Ausland kostet 55,00  bis 110,00  Euro; die Höhe der Gebühr ist von dem Verwaltungsaufwand im Einzelfall abhängig.

Formulare

Formloser Antrag - Antragsberechtigt sind:

  • die Eltern der oder des Verstorbenen
  • die Kinder
  • der Ehemann oder Lebenspartner beziehungsweise die Ehefrau oder Lebenspartnerin

Rechtliche Grundlagen


Fristdauer

Keine.

Ergänzungen

Die Nachbeurkundung hat den Vorteil, dass das deutsche Standesamt bei Bedarf eine deutsche Sterbeurkunde ausstellen kann.


Sie sind nicht verpflichtet, den Sterbefall im Ausland in Deutschland nachbeurkunden zu lassen. Als Nachweis des Sterbefalls gilt auch die ausländische Sterbeurkunde.



Ordnungsgemäß ausgestellte Sterbeurkunden aus dem Ausland werden in Deutschland grundsätzlich anerkannt. Eine Pflicht zur Nachbeurkundung besteht nicht.

Der nachträgliche Eintrag in das Sterberegister kann jedoch von Vorteil sein, weil Ihnen das hiesige Standesamt dann eine deutsche Sterbeurkunde ausstellen kann. Etwaige Übersetzungen und Beglaubigungen der ausländischen Sterbeurkunde entfallen somit zukünftig.

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