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Umschulung wegen Berufskrankheit bzw. Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben bei Berufskrankheiten

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Allgemeine Beschreibung

Wenn Sie an einer Erkrankung leiden, die durch Ihre berufliche Tätigkeit entstanden sein könnte, sollten Sie, Ihr Arbeitgeber oder Ihr behandelnder Arzt die Erkrankung dem zuständigen Unfallversicherungsträger melden. Dieser prüft, ob eine Berufskrankheit vorliegt bzw. Maßnahmen zur Vermeidung der Entstehung einer Berufskrankheit notwendig sind (Übernahme der Behandlung, Rehabilitationsmaßnahmen).

Das Ziel der Maßnahmen, die bewilligt werden, ist vorrangig der Erhalt des Arbeitsplatzes und die Fortsetzung der beruflichen Tätigkeit. Sollte dies wegen der Erkrankung nicht mehr möglich sein, kommen Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben in Frage.
Diese Leistungen umfassen:

  • Hilfen zur Erlangung eines neuen Arbeitsplatzes (z. B. Eingliederungszuschüsse an einen neuen Arbeitgeber)
  • Maßnahmen zur beruflichen Eignung, Berufsvorbereitung einschließlich der wegen einer Behinderung erforderlichen Grundausbildung
  • Berufliche Anpassung, Weiterbildung oder Umschulung

Für die Dauer dieser Teilhabemaßnahmen erhalten Sie in der Regel ein Übergangsgeld vom zuständigen Unfallversicherungsträger. Die Höhe dieses Übergangsgeldes beträgt je nach den persönlichen Verhältnissen 68% oder 75% des zuletzt verdienten Nettoarbeitsentgeltes. Bei bestimmten Berufskrankheiten (z. B. Hauterkrankungen) wird darüber hinaus noch ein Minderverdienstausgleich für die Dauer von fünf Jahren gezahlt.

Verfahrensablauf

Wenden Sie sich an Ihre Berufshelferin/Ihren Berufshelfer. Diese/dieser kann Sie über das weitere Verfahren und darüber, welche Dokumente Sie vielleicht in Ihrem Fall vorlegen müssen, informieren. Sie/er kann auch einschätzen, wie groß Ihre Chancen auf eine Umschulung sind und ob vielleicht andere Rehabilitationsmaßnahmen sinnvoller wären.

Die Berufshelferin/der Berufshelfer wird je nach Einzelfall einen Rehabilitationsplan erarbeiten und sofern Ihnen eine Umschulung bewilligt wird, diese mit dem kommenden Maßnahmenträger klären.

Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben werden in der Regel für höchstens zwei Jahre bewilligt (Ausnahme: Erstausbildung, diese richtet sich nach der gesetzlich vorgeschriebenen Ausbildungszeit).

Zuständige Behörden

Zuständig für Umschulungen wegen einer Berufskrankheit bzw. Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben im Rahmen einer Berufskrankheit ist der zuständige Unfallversicherungsträger. Dort bekommen sie von der Berufshelferin bzw. dem Berufshelfer die Nötige Auskunft bzw. Unterstützung.

Notwendige Unterlagen

Dies klärt der zuständige Unfallversicherungsträger.

Kosten

Keine.

Formulare

In der gesetzlichen Unfallversicherung gilt das Amtsermittlungsprinzip. Ein Antrag ist nicht erforderlich.

Rechtliche Grundlagen


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