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Allgemeine Beschreibung

Die einzelnen Mindestalter für die Erteilung der Fahrerlaubnis sind in § 10 der Fahrerlaubnisverordnung geregelt.

Ausnahmen vom Mindestalter sind lediglich für 2 definierte Fälle geregelt:

1. Im Rahmen der Ausbildung zum Berufskraftfahrer und ähnlichen Ausbildungsberufen, bei

denen das Kraftfahren Bestandteil der Ausbildung ist und

2. im Rahmen des begleiteten Fahrens gem. § 48a FeV, bei dem der Fahranfänger aber gerade nicht alleine fahren darf

Sofern eine Fahrerlaubnisklasse vor Erreichen des Mindestalters erteilt werden soll, müssen Sie einen Ausnahmeantrag (Entscheidung über die Befreiung von den Vorschriften über das Mindestalter) bei der Fahrerlaubnisbehörde stellen.

Zuständige Behörden

Die Fahrerlaubnisbehörde (Führerscheinstelle)

  • Ihrer Kreisverwaltung
  • einer kreisfreien Stadt
  • einer Stadt, sofern vorhanden

Notwendige Unterlagen

  • schriftlicher begründeter Antrag
  • gegebenenfalls Führungszeugnis

Kosten

Gebühr: 5,10 - 511,00 EUR
Die Gebühr für die Ausnahmegenehmigung richtet sich nach der Gebührenordnung für Maßnahmen im Straßenverkehr (Gebührennummer 213); die Gebührenfestsetzung richtet sich insbesondere nach dem mit der Entscheidung verbundenen Verwaltungsaufwand.

Neben der Gebühr für die Ausnahmegenehmigung fallen auch Kosten für eine medizinisch-psychologische Untersuchung an.

Formulare

Der Antrag auf vorzeitige Erteilung der Fahrerlaubnis ist schriftlich einzureichen.

Rechtliche Grundlagen

Vorschriften der §§ 6, 10 und 74 der  Fahrerlaubnisverordnung (FeV) und Gebührenordnung für Maßnahmen im Straßenverkehr (GebOSt)

Fristdauer

Das vorgeschriebene Mindestalter darf durch die Erteilung der Ausnahme um höchstens ein Jahr unterschritten werden. Die Ausnahmegenemigung wird dann in der Regel bis zum Erreichen des Mindestalters erteilt.

Ergänzungen


Ausnahmen vom Mindestalter kommen nur in Betracht, wenn

  • das vorgeschriebene Mindestalter innerhalb eines Jahres erreicht wird,
  • die Zustimmung des gesetzlichen Vertreters nach § 74 Abs. 2 FeV vorliegt und
  • es sich um atypische Fälle handelt und das Abwarten des Mindestalters aufgrund der persönlichen Umstände des Bewerbers im Einzelfall zu einer besonderen, vom  Verordnungsgeber nicht gewollten Härte führen würde, die über das Maß hinausgeht, das allgemein von jedem Jugendlichen, der die Altersgrenze noch nicht erreicht hat, hinzunehmen erwartet wird.

Quellverweis Detaillierte Lebenslage ENDE
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